Danke! Danke!

Nach gut zwei Wochen intensiver Vorbereitung, konnten wir heute endlich die Auslieferung der Essenspakete im großen Rahmen starten.
Man meint ja, dass es in schwierigen Zeiten einfach sein sollte, dass Essen zu den Leuten zu bringen. Aber da täuscht man sich …. zum Einem muss man kulturelle Traditionen beachten und mit Dorfältesten und Vertretern der Dorfgemeinschaften verhandeln, wie, wo, wann man an welche Leute Essen rausgeben darf. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch beim Namen der bedürftigen Familien sammeln ein Datenschutzrecht nach Europäischen Vorbild beachten.

Es war schwierig die benötigten Mengen von knapp 4 Tonnen Lebensmittel zu bekommen. Durch die Lebensmittelknappheit sind die Preise leider auch noch enorm nach oben geschnellt. Doch beharrliches Verhandeln und Gottes Gunst haben dann aber alles wie gewünscht zusammengebracht.

Am Mittwochfrüh sind alle Männer von unserem OM Lesotho Team in die Distrikt Hauptstadt gefahren und haben Maismehl, Weizenmehl, Salz, Zucker, getrocknete Bohnen, Speiseöl, Seife und Hefe gekauft und in den Geländewagen mit großem Anhänger geladen. Die Fahrt Weiterlesen

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Ausnahmesituation

Lockdown, die Landesgrenzen wurden geschlossen, vier Tage lang sind auch alle Läden zu. Kein Taxi oder Auto fuhr mehr. Unsicherheit breitete sich aus. Alle Menschen blieben freiwillig, da verunsichert in ihren Häusern.
Berichte gingen herum, dass das Militär hart durchgreift, bei nicht Einhaltung des Lockdowns und Menschen auf offener Straße auspeitscht.
Es war eine unheimliche Stille über unserer Gegend, hier in den Bergen von Moteng (Lesotho). Keine spielenden Kinder und deren fröhliches Lachen waren mehr zuhören. Die Hunde bellten kaum noch, da keiner mehr vorbei ging. Auch schien es als seien Esel und Kühe verstummt. Alle Dorfbewohner waren wie vom Erdboden verschwunden. Nur die Kühe und Esel standen wie verlassen an ihren Gattern herum.
Ein paar Tage später wurden glücklicherweise die Läden wieder geöffnet, wenn auch nur für eine kurze Zeit am Tag. Und dann kamen auch wieder ganz zaghaft nach und nach unsere Nachbarn aus ihren Häusern heraus. Es war eine gewisse Erleichterung zu spüren. Wo doch die meisten gar nicht genau wussten was da eigentlich gerade ablief. Viele hören hier nicht täglich Radio. Und ein Stück weiter in den nächsten Dörfern gibt es nicht einmal Strom, sodass sie nur durch hören-sagen mitbekamen was in der Welt passierte. Es war ein großes Durcheinander an Informationen und große Verwirrung bei den Notstandsgesetzen und noch mehr Konfusion bei der Umsetzung.

Nun, nur 5 Wochen später scheint alles beim Alten zu sein. Die Kinder spielen wieder alle gemeinsam draußen, ihr Lachen ist wieder weithin zu hören. Die Nachbarn sind wieder am Arbeiten und sich in größeren Gruppen am unterhalten. Und auch die Hunde sind wieder alle fleißig am Bellen.

Doch der Schein trügt!

Nach 4 Wochen geschlossener Grenzen, keine Einnahmequellen (da selbst das Arbeiten hier im Land verboten ist) und keinerlei Hilfsmaßnahmen der Regierung wird die Versorgungslage zunehmend angespannter. Viele unserer Nachbarn, Gemeindemitglieder und auch Teamkollegen leiden nun noch mehr als schon zuvor. Auch die, die wenigstens vor dem Lockdown noch einen Job in Südafrika hatten, hängen nun dort fest, ohne Job. Die Grenze zwischen Lesotho und Südafrika ist seit Ende März geschlossen. Somit sind viele Basotho weit weg von ihren Familien, mit der Ungewissheit wann sie ihre Lieben wieder sehen werden. Und somit leiden nun auch die, die vorher noch jemanden hatten, der ein kleines Gehalt aus Südafrika nach Hause schicken konnte.
Diese Umstände hier in Lesotho im Moment sind wahrscheinlich global gesehen kein Einzelfall in der Zeit der weltweiten Covid-19 Krise. Dennoch, oder gerade deshalb, haben wir es auf dem Herzen, unseren Teamkollegen, Nachbarn, Gemeindemitgliedern, Alten und Weisen zu helfen. Das können wir mit Essenspaketen machen. Im Kleinen haben wir schon begonnen, bei unserem Team und einigen Nachbarn, aber wir merken mehr und mehr, dass es dabei nicht bleiben kann. Auch, dass wir es nicht allein ohne die Hilfe anderer stemmen können. Und so sind wir als Team schon fleißig am planen, organisieren und herumfragen. Wir kommunizieren mit verschiedenen anderen Hilfsorganisationen, Behörden (sofern sie erreichbar sind) und Chiefs (Dorfälteste) vor Ort um eine größere Hilfsaktion ins Rollen zu bringen. Wir wollen die Hilfspakete wirklich den Ärmsten der Armen zukommen lassen und das schaffen wir nur gemeinsam mit den Chiefs der jeweiligen Dörfer und den regionalen Sozialhelfern, die helfen können die Familien zu identifizieren, die nichts mehr haben. Wir wissen auch, dass wir nicht allen helfen werden können. Da sind mehrere Tausende bedürftige Menschen in Not in unserer Gegend. Da wir keine einmalige Austeilung daraus machen können und wollen, müssen wir uns auf die Ärmsten beschränken. Auch darf man nicht vergessen, dass wir für solche eine aufwendige Aufgabe, ein recht kleines Team sind. Doch wir wollen unser Bestes geben und so vielen wie nur möglich helfen, damit sie überleben können. Und das in einer Weise, die nicht nur das Leiden um eine Woche verschiebt.

Auf diesem Wege möchten wir daher um eure Mithilfe bitten. Wir benötigen dringende Finanzen, um die Notleidenden in der lokalen Bevölkerung hier in unserer Umgebung mit Essenspaketen versorgen zu können.
Bitte helft uns gemeinsam das Leiden zu lindern und damit den Menschen einen Weg zu öffnen, die Liebe Gottes darin erkennen zu können.
In dem Hilfskonzept ist auch enthalten, zusammen den hilfsbedürftigen Menschen, die wir gern unterstützen wollen, ein nachhaltiges Programm zur Selbsthilfe zu starten. Ein Voraussetzung für eine Unterstützung ist zum Beispiel, dass die Familien bereit sind in der Zeit einen Gemüsegarten anzulegen und bewirtschaften mit den Samen, die wir ihnen liefern. Das soll durch regelmäßige Besuche von unserem Team kontrolliert, aber auch durch Rat und Tat unterstützt werden.
Oftmals liegt es an nur kleinen Sachen, dass die Menschen keinen eigenen Gemüsegarten starten oder es schnell wieder aufgeben. Es kann schon an nur einen Stück Zaun liegen, der fehlt um die streunenden Schafe oder Ziegen abzuhalten. Oder an Unwissenheit, wie oder wann einen Garten zu starten ist. Manchmal fehlen auch einfach nur die positiven Vorbilder oder Eltern, die einen das hätten beibringen können.
Bitte helft doch mit, diese Hürden zu überwinden.
Ganz wichtig ist auch, dass ihr dieses Vorhaben bitte im Gebet mittragt. Ohne Gottes Hilfe ist unsere Arbeit umsonst. An Gottes Segen ist alles gelegen…

Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst. Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich. Ihr steht frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst! Denen, die er liebt, gibt Gott alles Nötige im Schlaf!

Psalm 127:1‭-‬2 HFA‬

So betet bitte mit uns, dass wir so viele Basotho wie nur möglich Essen versorgen und vom lebendigen Wasser geben können.

Mit diesen Worten, seid gesegnet wo auch immer ihr gerade seid auf der Welt.

Und nutzt die Gelegenheit euren Glauben mit euren Nachbarn und Kollegen zu teilen. Zur Zeit brauchen Alle die Hoffnung die beständig ist!

Alles Liebe Eure Christiane

 

Jeder „Pfennig“, jeder Betrag ist willkommen und wird dringend benötigt. Hier ein paar Anhaltspunkte zum Spenden:

Essen für eine Grossfamilie (5-7 Menschen) pro Monat: 45 EUR
Essen für eine kleine Familie (2-4 Menschen) pro Monat: 30 EUR
Eine Wittwe oder ein Waisenkind pro Monat: 15 EUR

 

Spenden kannst Du via Paypal: 

Auf unser Privatkonto:

Stephan & Christiane Schmidt
Comdirect Bank
IBAN: DE84 2004 1155 0656 3753 00
BIC: COBADEHD055

Oder an OM:

OM Deutschland
Ev. Kreditgenossenschaft e.G.
IBAN: DE 47 5206 0410 0000 5072 45
BIC: GENODEF1EK1

Überweisungszweck:
Lesotho, Food Program, KMP 0001802567

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Update

Upps… Jetzt haben wir uns aber ganz schön lange nicht mehr gemeldet. Dabei war doch so viel los in den letzten Monaten! … oder grade deswegen?

Wer uns auf Instagram folgt oder auf unserem Blog unter „Instagram“ reinschaut, kann mindestens zweimal die Woche Neuigkeiten von uns sehen.

Die Corona Situation

Durch die weltweit angespannt Situation mussten wir alle Kurzzeit-Freiwillige und ausländischen Besucher zurückschicken, da es nicht klar ist wie es sich entwickeln wird mit dem Virus. Wir sind jetzt als Familie nur noch mit dem Basotho in unserem Team hier in Lesotho. Die Ministry-Arbeit, die Gottesdienste und die wöchentlichen Teamtreffen mussten wir einstellen.

Auch wenn bis heute (Stand 22. Maerz) offiziell noch keine COVID-19 Infektion in Lesotho nachgewiesen wurde ist die Situation besonders an der Grenze nach Südafrika, die wir regelmäßig überqueren müssen, angespannt. Wir rechnen jeden Tag damit, dass alle Grenzübergänge nach Lesotho geschlossen werden. Dafür haben wir ausreichende Lebensmittelvorräte angelegt und auch schon viel, z.B. Gemüse, auf Selbstversorgung umgestellt. Die Schulen in Suedafrika sind seit einer Woche geschlossen und wir haben Emilia aus dem Internat hier nach LEsotho geholt um sie bei uns zu haben sollten die Grenzen geschlossen werden.
Uns als Familie geht es aber in der unübersichtlichen Situation trotzdem sehr gut. Wir fühlen Gottes Bewahrung und Fürsorge sehr stark.

 

Unsere Arbeit vor Ort

In den letzten Wochen und Monaten hatten wir einige nationale und internationale Outreach Teams bei uns. Der Weihnachtseinsatz war dabei sicher einer der Höhepunkte…

Gottes Geburtstag mal ganz anders feiern
Einen Unterschied machen an Weihnachten. Das lag uns auf dem Herzen.

Als wir letztes Jahr hierherzogen und unsere kleine Weihnachtsfeier mit dem Team und Gemeindefreunden am Fluss machten sahen wir von der Stelle viele Kinder den Berg auf und ab wandern, teilweise sogar rennen. Wir fragten uns damals was da wohl los sei und dann erzählten uns unsere Basotho, dass die Kinder hier zu Weihnachten immer Geld bekommen und es dann gleich in die in den Berg liegende Kneipe tragen und sich davon dann Massen an Alkohol kaufen. Auch Kleber zum Schnüffeln gehörte zu den gängigen Drogen. Das schockte uns so sehr das live mitzuerleben. Auch die Folgen des Alkoholkonsums konnte man dann oft 9 Monate später sehen. Es war und ist schockierend. Vor allem fragten wir uns warum die Eltern das so unterstützen. Fragen über Fragen. Aber genau das wollten wir nicht hinnehmen und so ein weiteres Mal mitansehen müssen und so planten wir ein großes Fest an Weihnachten, wo alle Kinder kommen und feiern konnten, allerdings ohne Alkohol dafür aber mit Jesus.

Und so kamen schon zwei Wochen vor Weihnachten freiwillige Helfer aus aller Welt, um uns dabei zu helfen einen Unterschied für die Kinder hier zu machen. Das Team bestand aus zwei Deutschen, zwei Schweizern, einer Niederländerin, drei Basotho und zwei Südafrikaner. Allesamt begeisterte Jesusnachfolger. Und das konnten wir in ihrer Liebe zu den Kindern sehen.

Die zwei Wochen vor Weihnachten nutzten wir, um von Dorf zu Dorf zu gehen und die Kinder dann schon mit Spaß, Spiel und biblischen Geschichten auf die zwei Tage Weihnachtsfest aufmerksam zu machen (also sie einzuladen). Auch an zwei Abenden hatten wir die Möglichkeit den Jesusfilm auf Sesotho zu zeigen, dabei einzuladen und auch den Eltern davon zu erzählen was wir vor hatten.

Als die beiden Tage des Weihnachtsfestes kamen und wir den ersten Tag beginnen wollten startete das ganze Fest mit einem großen Gewittersturm, der zwei unserer Pavillons zerstörte. Auch waren nur eine Handvoll Kinder zu sehen. Aber wir ließen uns davon nicht abhalten und so kamen wir als Team zusammen und beteten.

Und dann öffnete sich der bedeckte Himmel über uns und die restlichen schwarzen Wolken zog an uns vorbei. Mit den ersten Sonnenstrahlen kamen auch die Kinder. Und das in großen Mengen. Am Ende des ersten Tages hatten wir Hunderte von Kindern und am 2. Tag noch mehr. Wir hatten alle Hände voll zu tun, um den Kindern die Liebe Jesu weiterzugeben. Neben der größten Attraktion, die zwei Hüpfburgen, hatten wir noch viele Spielstationen. Ringe werfen, Fußball spielen, eine Bastelstation und eine Tombola mit vielen tollen gespendeten Sachen wie Notizbücher, Hüte, Stifte, Spielzeug und Taschenlampen. Das sollte die Kinder anregen bei uns am Platz zu bleiben, da wir jede Stunde Geschenke ausgaben, aber nur an die Kids die da waren. So kamen sie nicht auf die Idee das Fest zwischendurch zu verlassen, um sich auf den Weg zur Kneipe zu machen.

Wir hatten einen großen Eindruck bei den Kindern hinterlassen, aber auch bei ihren Eltern. Denn sie kamen gleich zum Jahreswechsel mit der Frage auf uns zu, ob wir so eine Aktion nicht gleich nochmal machen könnten, um die Kinder von der Straße fern zu halten. Aber das mussten wir ablehnen. Jedoch gaben wir ihnen die Aussicht aufs nächste Weihnachten und die Aussicht, dass sie sich als Eltern dort auch gerne mit einbringen könnten. Manche waren dafür sehr offen und bereit. Wir werden es sehen…

Auf jedem Fall sind wir Gott sehr dankbar für diese aufregende und gesegnete Zeit. Auch für all die Helfer an diesen aufregenden Tagen. DANKE, ihr seid ein Geschenk Gottes.

Somit danken wir all unseren Helfern:

Simon(DE), Carina(DE), Patricia(NL), Regina und Luciano(CH), Bärbel(DE), Siggi und Esther(DE & RSA), Mme Malereko & Ntate Hlaha (LSO), und das ganze OM Lesotho Team.

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