Ausnahmesituation

Lockdown, die Landesgrenzen wurden geschlossen, vier Tage lang sind auch alle Läden zu. Kein Taxi oder Auto fuhr mehr. Unsicherheit breitete sich aus. Alle Menschen blieben freiwillig, da verunsichert in ihren Häusern.
Berichte gingen herum, dass das Militär hart durchgreift, bei nicht Einhaltung des Lockdowns und Menschen auf offener Straße auspeitscht.
Es war eine unheimliche Stille über unserer Gegend, hier in den Bergen von Moteng (Lesotho). Keine spielenden Kinder und deren fröhliches Lachen waren mehr zuhören. Die Hunde bellten kaum noch, da keiner mehr vorbei ging. Auch schien es als seien Esel und Kühe verstummt. Alle Dorfbewohner waren wie vom Erdboden verschwunden. Nur die Kühe und Esel standen wie verlassen an ihren Gattern herum.
Ein paar Tage später wurden glücklicherweise die Läden wieder geöffnet, wenn auch nur für eine kurze Zeit am Tag. Und dann kamen auch wieder ganz zaghaft nach und nach unsere Nachbarn aus ihren Häusern heraus. Es war eine gewisse Erleichterung zu spüren. Wo doch die meisten gar nicht genau wussten was da eigentlich gerade ablief. Viele hören hier nicht täglich Radio. Und ein Stück weiter in den nächsten Dörfern gibt es nicht einmal Strom, sodass sie nur durch hören-sagen mitbekamen was in der Welt passierte. Es war ein großes Durcheinander an Informationen und große Verwirrung bei den Notstandsgesetzen und noch mehr Konfusion bei der Umsetzung.

Nun, nur 5 Wochen später scheint alles beim Alten zu sein. Die Kinder spielen wieder alle gemeinsam draußen, ihr Lachen ist wieder weithin zu hören. Die Nachbarn sind wieder am Arbeiten und sich in größeren Gruppen am unterhalten. Und auch die Hunde sind wieder alle fleißig am Bellen.

Doch der Schein trügt!

Nach 4 Wochen geschlossener Grenzen, keine Einnahmequellen (da selbst das Arbeiten hier im Land verboten ist) und keinerlei Hilfsmaßnahmen der Regierung wird die Versorgungslage zunehmend angespannter. Viele unserer Nachbarn, Gemeindemitglieder und auch Teamkollegen leiden nun noch mehr als schon zuvor. Auch die, die wenigstens vor dem Lockdown noch einen Job in Südafrika hatten, hängen nun dort fest, ohne Job. Die Grenze zwischen Lesotho und Südafrika ist seit Ende März geschlossen. Somit sind viele Basotho weit weg von ihren Familien, mit der Ungewissheit wann sie ihre Lieben wieder sehen werden. Und somit leiden nun auch die, die vorher noch jemanden hatten, der ein kleines Gehalt aus Südafrika nach Hause schicken konnte.
Diese Umstände hier in Lesotho im Moment sind wahrscheinlich global gesehen kein Einzelfall in der Zeit der weltweiten Covid-19 Krise. Dennoch, oder gerade deshalb, haben wir es auf dem Herzen, unseren Teamkollegen, Nachbarn, Gemeindemitgliedern, Alten und Weisen zu helfen. Das können wir mit Essenspaketen machen. Im Kleinen haben wir schon begonnen, bei unserem Team und einigen Nachbarn, aber wir merken mehr und mehr, dass es dabei nicht bleiben kann. Auch, dass wir es nicht allein ohne die Hilfe anderer stemmen können. Und so sind wir als Team schon fleißig am planen, organisieren und herumfragen. Wir kommunizieren mit verschiedenen anderen Hilfsorganisationen, Behörden (sofern sie erreichbar sind) und Chiefs (Dorfälteste) vor Ort um eine größere Hilfsaktion ins Rollen zu bringen. Wir wollen die Hilfspakete wirklich den Ärmsten der Armen zukommen lassen und das schaffen wir nur gemeinsam mit den Chiefs der jeweiligen Dörfer und den regionalen Sozialhelfern, die helfen können die Familien zu identifizieren, die nichts mehr haben. Wir wissen auch, dass wir nicht allen helfen werden können. Da sind mehrere Tausende bedürftige Menschen in Not in unserer Gegend. Da wir keine einmalige Austeilung daraus machen können und wollen, müssen wir uns auf die Ärmsten beschränken. Auch darf man nicht vergessen, dass wir für solche eine aufwendige Aufgabe, ein recht kleines Team sind. Doch wir wollen unser Bestes geben und so vielen wie nur möglich helfen, damit sie überleben können. Und das in einer Weise, die nicht nur das Leiden um eine Woche verschiebt.

Auf diesem Wege möchten wir daher um eure Mithilfe bitten. Wir benötigen dringende Finanzen, um die Notleidenden in der lokalen Bevölkerung hier in unserer Umgebung mit Essenspaketen versorgen zu können.
Bitte helft uns gemeinsam das Leiden zu lindern und damit den Menschen einen Weg zu öffnen, die Liebe Gottes darin erkennen zu können.
In dem Hilfskonzept ist auch enthalten, zusammen den hilfsbedürftigen Menschen, die wir gern unterstützen wollen, ein nachhaltiges Programm zur Selbsthilfe zu starten. Ein Voraussetzung für eine Unterstützung ist zum Beispiel, dass die Familien bereit sind in der Zeit einen Gemüsegarten anzulegen und bewirtschaften mit den Samen, die wir ihnen liefern. Das soll durch regelmäßige Besuche von unserem Team kontrolliert, aber auch durch Rat und Tat unterstützt werden.
Oftmals liegt es an nur kleinen Sachen, dass die Menschen keinen eigenen Gemüsegarten starten oder es schnell wieder aufgeben. Es kann schon an nur einen Stück Zaun liegen, der fehlt um die streunenden Schafe oder Ziegen abzuhalten. Oder an Unwissenheit, wie oder wann einen Garten zu starten ist. Manchmal fehlen auch einfach nur die positiven Vorbilder oder Eltern, die einen das hätten beibringen können.
Bitte helft doch mit, diese Hürden zu überwinden.
Ganz wichtig ist auch, dass ihr dieses Vorhaben bitte im Gebet mittragt. Ohne Gottes Hilfe ist unsere Arbeit umsonst. An Gottes Segen ist alles gelegen…

Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst. Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich. Ihr steht frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst! Denen, die er liebt, gibt Gott alles Nötige im Schlaf!

Psalm 127:1‭-‬2 HFA‬

So betet bitte mit uns, dass wir so viele Basotho wie nur möglich Essen versorgen und vom lebendigen Wasser geben können.

Mit diesen Worten, seid gesegnet wo auch immer ihr gerade seid auf der Welt.

Und nutzt die Gelegenheit euren Glauben mit euren Nachbarn und Kollegen zu teilen. Zur Zeit brauchen Alle die Hoffnung die beständig ist!

Alles Liebe Eure Christiane

 

Jeder „Pfennig“, jeder Betrag ist willkommen und wird dringend benötigt. Hier ein paar Anhaltspunkte zum Spenden:

Essen für eine Grossfamilie (5-7 Menschen) pro Monat: 45 EUR
Essen für eine kleine Familie (2-4 Menschen) pro Monat: 30 EUR
Eine Wittwe oder ein Waisenkind pro Monat: 15 EUR

 

Spenden kannst Du via Paypal: 

Auf unser Privatkonto:

Stephan & Christiane Schmidt
Comdirect Bank
IBAN: DE84 2004 1155 0656 3753 00
BIC: COBADEHD055

Oder an OM:

OM Deutschland
Ev. Kreditgenossenschaft e.G.
IBAN: DE 47 5206 0410 0000 5072 45
BIC: GENODEF1EK1

Überweisungszweck:
Lesotho, Food Program, KMP 0001802567

Kategorien: Infos | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Ausnahmesituation

  1. Katja

    Ihr Lieben! Ich bewundere euch wirklich wie ihr in dieser Situation voller Hoffnung und Tatendrang seid! Da können wir uns hier eine Scheibe abschneiden! Es ist toll, dass ihr den ärmsten nun helfen wollt und ich bete gerne dass Gott den Segen dazu gibt in jeder Hinsicht!

  2. Pingback: Danke! Danke! | Familie Schmidt in Afrika

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