Sprachunterricht

Lumela! (meint „Guten Tag“ in Sesotho und wird „Dumela“ ausgesprochen)

Wir genießen mehr und mehr die Gemeinschaft und den Kontakt mit den Menschen in Lesotho. Durch die Outreaches und die Hausbesuche die wir in der Malefilwane machen, lernen wir nun auch viele neue Leute kennen. Die meisten jungen Basothos (25 Jahre und jünger) verstehen ein wenig English aber sprechen wollen sie es dann doch nicht. Besonders nicht wenn andere Basothos dabei sind. Und ältere Menschen verstehen gar kein English.

Daher ist es sehr wichtig für uns, dass wir die lokale Sprache Sesotho lernen. Dafür nehmen wir uns jeden Freitag 2-4 Stunden Zeit. Unsere Lehrerin Mampoeeng ist Teil unseres OM Teams und zufälligerweise eine studierte Vorschullehrerin. Wie 95% aller anderen Basothos hat auch sie keinen Job. Daher unterrichtet sie nun uns und wir sind vom Sprachlevel auch ein angemessenes Publikum für den Vorschulsprachunterricht. Und es hilft ihr ein kleines Einkommen zu generieren.

Zusammen haben wir viel Spaß beim Lernen, besonders wenn es um die richtige Aussprache und die „Klick“-Laute geht. Sesotho hat zwar das „normale“ Alphabet von A-z aber die Buchstaben „D“, „V“, „W“, „X“, „Y“ und „Z“ werden nicht verwendet, in keinem Sesotho-Wort. Und „G“ und „I“ stehen niemals an einem Wortanfang.

Sesotho ist nun die dritte Sprache die wir lernen, neben English und Afrikaans. Das führt nun auch dazu das wir manchmal selber durcheinanderkommen. Christiane hatte es gestern Abend geschafft unbeabsichtigt einen Satz mit Wörtern aus allen vier Sprachen zu bilden.  „Das war baaie good, abuti“, hatte sie zu Silas gesagt.

„baaie“ ist Afrikaans und bedeutet „sehr“.
„good“ ist Englisch und bedeutet „gut“.
„abuti“ ist Sesotho und so nennet man eigentlich alle unverheirateten Männer, aber hauptsachlich kleine Jungs.

 

Molimo a u Hlohonolofatse! (God segne dich!)

 

Eure Familie Schmidt

Kategorien: Infos | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Sprachunterricht

  1. Bärbel Doering

    Da hockt er wieder bei euch am Küchen Tisch : Der kleine gelbe Neid!
    Ebang le letsatsi le monate! Keine Ahnung, ob der Plural so stimmt. Freue mich, euch reden zu hören!!!
    Besonders diese Knacklaute!

  2. Carola

    Und was heißt „Das war“? 😉

    Respekt! Ich habe mal einen Urlaub lang zwischen deutsch, englisch und französisch wechseln müssen. Seitdem habe ich eine Ahnung davon, wie sich das im Kopf anfühlt, besonders abends.

    Liebe Grüße aus Deutschland,
    Carola

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