Monatsarchiv: November 2016

Politisches….

Auch wenn wir von OM uns immer strikt aus jeglicher Politik raushalten, heißt das doch nicht, dass wir nicht auch ab und zu mal von den jeweiligen politischen Situationen berichten können. 🙂

Gestern, am 2. November hatten wir unser OM Büro in Pretoria aus Sicherheitsgründen geschlossen, da eine Oppositionspartei gewalttätige Proteste gegen die Regierung angekündigt hatte. Leider hat sich in Südafrika eine Protestkultur in den letzten Jahren entwickelt, die zunehmend auf Gewalt und sinnlose Zerstörung setzt. Ob bei den Protesten gegen Schulgebühren die Klassenräume oder sogar die Schul-Bibliotheken abgefackelt oder bei Protesten gegen Korruption unbeteiligte Geschäfte und Büros in der Innenstadt von Pretoria zerstört werden, interessiert dabei die Protester dann nicht. Besonders die im unteren Bericht erwähnte Partei der  Ökonomischen Freiheitskämpfer (EFF), die offenen Rassismus gegen alle „Nicht-Schwarze“ fördern, benutzen jegliche Gründe um politische Instabilität durch Gewaltproteste zu bringen.

Korruption ist ein weltweit verbreitetes Problem. Doch es scheint hier in Südafrika eine neue, noch nie dagewesene Dimension angenommen zu haben.  Hier ein Bricht von der Tagesschau zu den aktuellen Vorgängen.


Proteste gegen Präsident Zuma

Den Südafrikanern „reicht es“

Wegen anhaltender Korruptionsvorwürfe haben in Südafrika Tausende Menschen gegen Präsident Zuma demonstriert. Vereinzelt kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die frühere Anti-Korruptions-Beauftragte des Landes forderte Ermittlungen gegen Zuma.

Tausende Südafrikaner haben angesichts der Korruptionsvorwürfe und anderer Skandale um Staatspräsident Jacob Zuma seinen Rücktritt gefordert. Sie hielten Plakate mit „Zuma muss weg!“, „Es reicht!“ und „Demokratie verteidigen!“ in die Höhe. Vor dem Regierungssitz kam es zum Teil zu Zusammenstößen. Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Gummigeschosse ein.

Insgesamt gab es drei Demonstrationen in der südafrikanischen Hauptstadt: In einer Kathedrale versammelten sich unter anderem Unternehmer und prominente Religionsführer. Sie warfen Zuma vor, durch Korruption die Wirtschaft zu schwächen und die Verfassung zu untergraben. Weitere Proteste wurden von den größten Oppositionsparteien, der Demokratischen Allianz und der linken Ökonomischen Freiheitskämpfer, organisiert. […]

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 Hier kompletten Bericht lesen:
http://www.tagesschau.de/ausland/suedafrika-proteste-zuma-101.html

Videobetrag der Tagesschau zu diesem Thema:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-227891~player_branded-true.html


Gruesse
Stephan

Rechtlicher Hinweis: Die hier abgegeben Meinungen und Zitate geben nicht unbedingt die Meinung von OM Südafrika wieder!

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Die Dürre ist nicht vorbei!

Bereits seit Ende letzten Jahres gibt es die Dürre im südlichen Afrika. (Bericht vom November 2015) Seitdem gab es immer mal wieder Ausfälle bei der Wasserversorgung. Doch bisher kam das Wasser immer nach ein par Stunden oder am nächsten Tag wieder. Nun spitzt sich die Situation aber zu und es gibt seit Beginn dieser Woche kein Wasser mehr in unseren Leitungen.

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Wasser vom Waschen wird noch mal für die Toilette benutzt.

Die Regierung ruft immer wieder (wenn auch vergeblich) zum Wassersparen auf. Doch dieses „Konzept“, das Wasser zu sparen, passt nicht in die Köpfe der Leute. Die immer noch häufigen Rohrbrüche (auch hervorgerufen durch die Druckunterschiede beim Wasser an- und abschalten) werden erst nach Tagen, manchmal Wochen repariert. In vielen Gärten bewässert immer noch das automatische Bewässerungssystem am Tage und verschwendet viel Wasser durch Verdunstung. Südafrikaner lieben es ihre Autos täglichen mit dem Wasserschlauch vom vielen Staub und Sand zu befreien. Vorgestern hat ein Regierungssprecher unserer Provinz (Gauteng) erklärt, dass wenn die Bewohner nicht wirklich und drastisch Wasser sparen, werden die verbliebenden Reserven in den Staudämmen in zwei Wochen aufgebraucht sein.

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Wenn man das Wasser in Eimern ran schleppen muss, vermeidet man Wasserverschwendung plötzlich wo es nur geht.

Das Ministerium für Wasserangelegenheiten in Südafrika (Department of Water and Sanitation) hat in seiner letzten Erklärung von einer Studie berichtet, die ergab, dass, sollte von jetzt an wieder der „normale“ durchschnittliche Regen einsetzen, wird es noch mehr als 5 Jahre brauchen bis die Folgen der aktuellen Dürre überwunden sind.

Und wie immer treffen die Folgen die armen Menschen, die keine Lobby bei der Regierung haben, am härtesten. Die reichen Leute in den Städten haben jetzt damit angefangen sich Wasserzisternen bei ihren Häusern anzulegen, was aber die Wassersparmaßnahmen nutzlos macht.

Bitte betet mit uns für viel Regen im südlichen Afrika, für Weisheit bei den Verantwortlichen wie auf diese Katastrophe zu reagieren ist und für ein Umdenken bei der Bevölkerung im Umgang mit Wasser.

Hier das Tankfahrzeug bei unserem nahegelegenen Supermarkt wo wir kostenlos Wasser abholen können.
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Liebe Grüße aus dem heißen Afrika,
Eure Familie Schmidt

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